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 Hilfe für Sri Lanka

Die Katastrophe in Südasien, ausgelöst durch den Tsunami, liegt schon 8 Monate zurück, aber die weltweite Spendenaktion ist in vielen Bereichen noch nicht angekommen. Viele Familien leiden noch darunter, dass ihnen die notwendigsten Dinge des täglichen Lebens fehlen. Insbesondere Kinder haben unter den Mangel-erscheinungen zu leiden. Unsere Geschwister Annemarie und Robert Kempf haben seit vielen Jahren Kontakte nach Sri Lanka und in einem beispielhaften Einsatz den Menschen vor Ort geholfen. Dies wäre ohne die Kontakte und Helfer aus Sri Lanka aber nur  unvollkommen geglückt.  

Im Vorfeld dieser Reise hatten die Geschwister Kempf in Kindergärten unserer Stadt um Kinderkleidung und Spielsachen gebeten. Die Resonanz darauf war überwältigend. Es kamen ca. 260 Kilo Kinderkleidung zusammen. Gute Kontakte zur Fluggesellschaft Sri Lankas bewirkten, dass 160 Kilo Fracht unendgeldlich transportiert wurde. Der Rest lagert jetzt noch in Hemer und soll beim nächsten Besuch noch in diesem Jahr mitgenommen werden. Es werden aber auch finanzielle Mittel benötigt, um vor Ort dringend benötigte Dinge zu kaufen. Die 115 Familien des Camps, das sie besuchten, hatten zum Bespiel keinen Reiskocher, um den zum Leben notwendigen Reis zu kochen. Solche Dinge können am besten vor Ort besorgt werden, denn mit diesen Geräten sind die Menschen gewohnt umzugehen. Die bisher eingegangenen Spendengelder wurden ausschließlich für die Hilfe vor Ort eingesetzt. Alle anderen Aufwendungen wurden aus privaten Mitteln bezahlt.  

Wenn man dann vor Ort ist und sieht die Armut und Bedürftigkeit und sieht in die großen Kinderaugen, dann gibt es gar nichts anderes als alles einzusetzen, um zu helfen. Als Beispiel sagte mir Bruder Kempf, dass keine der 115 Familien ein Moskitonetz gehabt habe und die gefürchtete Malaria wieder häufiger auftrat. Die vorhandenen Spendengelder waren aber bereits aufgebraucht. Dennoch habe er sich mit seiner Frau dazu entschlossen, Moskitonetze zu besorgen. Da aber nirgendwo eine solche Menge zu haben war, seien sie einen ganzen Tag umhergefahren bis 115 Stück zusammen waren.  

Wenn man vor Ort ist stelle man sich unwillkürlich die Frage, was ist mit den Milliarden an Spendengeldern geschehen? Offensichtlich gebe es weite Gebiete, die wenig oder nichts von dieser Hilfe gesehen haben. Auf der Strecke von Colombo in Richtung Süden sei auf 300 Km kein einziges deutsches Hilfsprojekt zu sehen gewesen. Es habe einige Camps aus Frankreich und aus China gegeben aber von unseren Hilfsorganisationen keine Spur.  Auffällig sei auch, dass nach dem Tsunami in Colombo mit großer Eile Hotels zu Eigentumswohnungen umgebaut würden die zu westeuropäischen Preisen reißenden Absatz fänden. Der Verdacht liege nahe, dass es „Katastrophengewinner“ gibt. 

Umso schöner ist es wenn man weiß, meine Spende kommt da an wo sie wirklich gebraucht wird. In dem Camp in dem die Geschwister Kempf im Mai waren wurde ihnen gesagt, dass zuletzt im Januar Milchpulver und Reis durch die Regierung verteilt worden sei.  Auf der anderen Seite lagern in Colombo ca. 70 Tonnen Hilfsgüter die niemand braucht und keiner haben will. Man braucht gute Freunde aus dem Land, um wirklich zu wissen, was wo gebraucht wird. Ohne die Hilfe vor Ort, wäre eine wirkungsvolle Hilfe nur schwer möglich.

Nachdem sie nochmals eine Schule besucht hätten in der am Tag zuvor Kleidung verteilt worden sei, hätten sich alle Kinder in ihrer neuen Kleidung herzlich bedankt. 

Es gibt Dinge an die man hier nicht denke z.B. in der Schule, in der sie gewesen seien, hätte ein Ventilator bei 80-90% Luftfeuchtigkeit und 45 Grad Temperatur eine deutliche Verbesserung bringen können. Die Lehrerin habe gesagt, das würde eine große Hilfe sein, damit die Kinder  sich besser konzentrieren könnten und der Aufenthalt in der Schule erträglicher sei. Auf meine Frage, ob denn auch Strom vorhanden sei sagte Bruder Kempf, dass Strom und Wasser in den meisten Camps und auch in den Schulen vorhanden seien. Der Strom reiche für Licht und für kleinere elektrische Geräte. Die meisten Camps seien von der Regierung mittlerweile mit einfachen Holzhütten oder Blechhütten ausgestattet worden, da in der Zeit des Monsunregens das Leben in Zelten doch viel beschwerlicher sei. Diese Camps seien auch mit Wasser, Waschgelegenheiten, Strom und Toiletten ausgestattet.

Bruder Kempf steht ständig in Verbindung mit den Helfern vor Ort, die unendlich viel zum Gelingen der Aktion beigetragen haben. Ein besonderer Dank gebühre dem Fahrer der sie gegen kleines Geld die ganze Zeit begleitet habe, der Autovermietung die nur für die Benzinkosten das Auto zur Verfügung gestellt habe und vielen anderen, die sich mit in die Hilfsaktion für ihre Landsleute eingeklinkt hätten.

 

Ein Spendenkonto ist bei der   

Commerzbank Halver

Spendenkonto Sri Lanka

                        Kontonummer 6 30 62 11

                        BLZ 458 400 26

 

 eingerichtet. Jeder Euro hilft, die Not zu lindern.  

Bp-2005-07-26

 

 

 

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