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Innere Mission


Ein wichtiges Anliegen des Stammapostels und von Bezirksapostel Brinkmann ist es, Geschwister zurück zu holen, die die Verbindung zur Kirche und zur Gemeinde aufgegeben oder verloren haben.  

Da sind zunächst einmal unterschiedliche Gründe, die Geschwister bewogen haben ihre eigenen Wege zu gehen. Das mag in der eigenen Weltanschauung oder an dem Verhalten der Kirche gelegen haben, es kann auch sein, dass man sich einfach nicht mehr wohl gefühlt oder verstanden gefühlt hat. Vielleicht waren auch persönliche Gründe der Punkt der zu einer Entfremdung führte. Dr. Andreas Finke von der evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, hat das in Halle mit einem treffenden Bild beschrieben und sagte: „Eine Familie bringt dem Einzelnen eine große Nähe. Diese Nähe kann als wohltuend, aber von einigen auch als  bedrückend empfunden werden. Große Nähe bringt daher manchmal auch viel Konfliktpotential.“  

Auf die Frage eines Journalisten: „Mit welchen Instrumenten wollen Sie erreichen, inaktive Geschwister wieder in die Gemeinde zu integrieren und wollen sie eventuell auch bisher nicht genutzte Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit nutzen?“ antwortete der Stammapostel: „Da gibt es kein Patentrezept, sondern da muss es ein ganzes Bündel von Maßnahmen geben. Man sollte aber deutlich machen, dass die Kirche sich geändert hat, und dass sich Verhaltensweisen in der Kirche geändert haben. Wir wollen auch bereit sein gemachte Fehler zu bekennen, um denen die sich daran geärgert haben wieder die Tür zu öffnen. Alle Möglichkeiten um wieder ins Gespräch zu kommen wollen wir nutzen. Wir denken darüber nach, auch maßgeschneiderte Angebote für solche Zielgruppen zu erstellen.“ 

Auf die Frage an den Bezirksapostel was er in Nordrhein-Westfalen tun wolle um solche Geschwister wieder anzusprechen antwortete er: „Das wir sicher ein Schwerpunkt meiner Arbeit in den nächsten Jahren sein. Wir werden uns in kurzer Zeit mit den Aposteln zusammensetzen und Maßnahmen überlegen wie wir die innere Mission angehen wollen. Das heißt, was können wir tun um Gotteskinder die Abstand zu der Gemeinde gefunden haben anzusprechen. Wie können wir Freude zu ihnen transportieren? Wie können wir Hindernisse minimieren? Wie können wir wieder miteinander kommunizieren?  Wie können wir Brücken schlagen und Wege bereiten zurück in die Gemeinde? Das andere ist natürlich das zurück zum Altar. Das wird ein Schwerpunkt in der Arbeit der nächsten Jahre sein. Der Stammapostel setzte noch hinzu: „ Durch starke  und lebendige Gemeinden gibt es die notwendige Wirkung nach außen. Davon geht eine Wirkung in die Öffentlichkeit aus.  

Wie sieht das denn nun in der Praxis deiner und meiner Gemeinde aus?  

Können wir feststellen, in meiner Gemeinde ist ein freudiges Miteinander? Da trägt einer des anderen Last. Es ist eine echte Wohlfühlgemeinde. Ich freue mich immer wenn ich in der Gemeinde mit anderen zusammenkomme. Zum Gelingen einer liebenswerten Gemeinschaft trage ich gern bei. Werden dann noch gehaltvolle Gottesdienste geboten in denen man die Verbindung zu Jesus erlebt dann macht es  Freude andere in diese Gemeinschaft einzuladen. 

Können wir feststellen, in meiner Gemeinde gibt es maximal ein nebeneinander, da ist jeder nur mit sich selbst beschäftig und lässt sich ungern von anderen stören. Ich gehe halt dahin, aber Wohlfühlen? Nein! Ich mache es wie die meisten, konsumiere und gehe wieder meine Wege. Einbringen in die Gemeinschaft werde ich mich nicht. Die Gottesdienste sind flach und häufig phrasenhaft, von einer Gemeinschaft mit Jesus ist wenig zu spüren. Niemand wird dahin Freunde und Bekannte einladen.

Deshalb ist es, wie der Stammapostel sagte, in erster Linie wichtig, eine freudige Gemeinschaft zu schaffen. Dazu wird aber jeder von uns gebraucht! Persönliche Vorbehalte gegen den Anderen haben da keinen Platz. Das muss auch jeder bei sich selbst in Ordnung bringen.  

Eine Gemeinde die nur aus „uniformierten“ Geschwistern besteht die alle gleiche Interessen und Ansichten haben kann zwar eine Wohlfühlgemeinde sein aber nur für die, die auch so „gestrickt“ sind. 

Eine Gemeinde die versucht allen eine Heimat und Familie zu bieten, unabhängig davon wie der Einzelne handelt oder denkt, ist dagegen wie ein schöner Blumenstrauß. Jeder füllt seinen Platz aus, er akzeptiert und liebt jeden Anderen so wie er ist. Die Vielfalt der Persönlichkeiten in einer solchen Gemeinde bringt immer wieder neue Freude und Freunde.

Eine solche Gemeinde hat auch eine vielfältige Anziehungskraft auf andere. Die Begeisterung ist ansteckend.  

Dann ist Wachstum völlig normal. (hw)

 

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