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Der Informationsabend mit
Stammapostel Wilhelm Leber brachte eine Menge Änderungen in der
Lehre der Neuapostolischen Kirche. Manches war lange überfällig
und so ist dieser Schritt nach vorne, nur zu begrüßen.
Allerdings
sollte es nicht der einzige Schritt bleiben, sondern es müssen
weitere folgen wenn die Aussage des Stammapostels Substanz haben
soll als er sagte: „In der heutigen Zeit ist es gut, wenn
überall die Christen enger zusammen rücken und sich nicht als
Gegner bekämpfen, sondern gemeinsam ihren Herrn und Meister
Jesus Christus bekennen“
Durch die Anerkennung
christlicher Taufen anderer Kirchen wurde ein notwendiger
Schritt vollzogen. Es war erforderlich, endlich mit der
Sonderstellung der NAK in der Frage der christlichen Taufe
aufzuräumen und auf den Boden des Christentums zurück zu finden.
Stammapostel Leber gab auch unumwunden zu, zu den Fragen, „Was
ist Bestätigung?“ und „Wer bestätigt was zu welchem Zweck?“ sich
auch selbst Erklärungen zurechtgelegt zu haben die bei näherer
Betrachtung nicht haltbar sind. Diese Ehrlichkeit überzeugt.
Das Thema Exklusivität behandelte
Bezirks Apostel Hagen Wend. Er grenzte den der Kirche oft
vorgeworfenen Absolutheitsanspruch und die Exklusivität ein. Die
Exklusivität des Apostelamtes in dieser Zeit sei der Auftrag die
Braut Christ zu sammeln und zu bereiten. Allerdings sei die
Möglichkeit auch anders als durch Apostelwirken am Tag des Herrn
zur Braut Christ zu gehören, in der souveränen Entscheidung
Gottes. Die Apostel schlössen niemand vom Heil in Christus aus.
Sie hätten lediglich die Aufgabe die Lehre Jesu zu verkündigen.
Es gehöre nicht zu ihren Aufgaben andere Gemeinschaften zu
bewerten oder abzuwerten.
Mit diesen Aussagen kann jeder,
ob progressiv oder konservativ den passenden Part für sich in
Anspruch nehmen. Der Stammapostel ging nachher noch mal darauf
ein und riet den Zuhörern nicht mit „Ja“ oder „Nein“ zu
antworten, es sei besser den Sachverhalt zu erläutern.
Die Heilsnotwendigkeit des
Apostelamtes wurde klar auf den Punkt konzentriert. „Das
Apostelamt ist heilsnotwendig zur Bereitung der Braut auf die
Wiederkunft Christi.“
Zum Schluss gab Stammapostel
Leber noch eine deutliche Antwort auf die Frage: „Können
Geschwister die eine abweichende Haltung haben, eigentlich noch
guten Gewissens in der Kirche bleiben? Seine Antwort:
„Selbstverständlich, selbstverständlich können auch solche die
eine abweichende Haltung haben in der Kirche bleiben. Jeder ist
uns willkommen, jeder darf hier seine geistige Heimat haben, wir
drängen niemand hinaus.“
Wenn wir aber die mancherorts
beängstigende „Funkstille“ über die gravierenden Änderungen und
Klarstellungen in den Gemeinden sehen, wird noch
viel Arbeit nötig sein um diese Offenheit durch den Dschungel
der Hierarchie hindurch zu bringen.
Daher stelle ich den
Bericht
über den Infoabend mit wörtlicher Wiedergabe auf
diese Seite
und kann nur empfehlen ihn auch allen Geschwistern zugänglich zu
machen.
Bp
2006-01-31 (hw)
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