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Menschen, die in Not und Armut
leben, brauchen Unterstützung und Hilfe. Diese Erkenntnis ist
die Grundlage für die große und ungebrochene Spendenbereitschaft
in der Bevölkerung. Nach einem Zeitungsbericht der letzten Tage
lag das Spendenaufkommen noch nie so hoch wie im letzten Jahr.
Mancherlei Katastrophen haben in
verschiedenen Gebieten auf der Erde zu viel Not und Elend
geführt. Ziel und Zweck jeder Spende ist es aber, dort
anzukommen wo sie gebraucht wird. Nur selten gibt es die
Möglichkeit, den Betroffenen direkt zu helfen. Die verschiedenen
Hilfsdienste werden also für einen Transfer gebraucht. Wenn man
es aber mal genau betrachtet, dann bleibt von den Spenden
manches im „Netz“ der Hilfsorganisationen hängen, denn die
berechneten Kosten sind oftmals zu großzügig angesetzt. Für eine
bessere Glaubwürdigkeit stünde es den Hilfsorganisationen gut zu
Gesicht, ihre Kostenstrukturen einer ständigen Kontrolle zu
unterwerfen. Ziel solcher Kontrollen muss es sein, Kosten zu
minimieren um die Hilfe zu vermehren. Bilanzen oder Abrechnungen
für einzelne Projekte in denen die Spenden, Kosten und
Hilfeleistungen sichtbar sind, sucht man beim DRK, Caritas usw.
vergeblich. Da hebt sich NAK-karitativ schon wohltuend von
vielen ab. Aber auch dort sollte eine Minimierung der
Verwaltungskosten ein wichtiges Ziel sein.
Nun steht am Erntedanktag 2005
wieder das „Dankopfer“ auf der Tagesordnung der Neuapostolischen
Kirche. Zu seiner Einführung im Jahre 1988 wurde die
vollständige Hingabe für Notleidende Geschwister, in den
verschiedenen Bereichen dieser Erde, als Verwendungszweck
herausgestellt. Davon hat man sich leider immer weiter entfernt.
In den erschienen Broschüren wurden viele Maßnahmen vorgestellt
die mit dem Dankopfer getan wurden. Wenn wir das aber richtig
sehen, sind die wirklichen Hilfen für Menschen in Not deutlich
unterrepräsentiert. Viele Posten beziehen sich auf Ausgaben, die
eigentlich die Kirche als Organisation zu leisten hätte. Da wird
von Kirchenbauten und Renovierungen berichtet, da werden
Amtsbrüder mit Motorrädern ausgestattet, da werden weiße Hemden,
Blusen und schwarze Anzüge angeschafft, da wird für die Kirche
ein geländegängiges Fahrzeug in Dienst gestellt usw. usw.
Es ist nicht Zweck des
zusätzlichen Dankopfers Kirchenaufgaben zu finanzieren sondern
es soll Not bei Betroffenen lindern. Ich wünsche mir, dass sich
diese Erkenntnis auch bei den zuständigen Stellen in unserer
Kirche durchsetzt.
BP 2005-09-30
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