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Im neuesten
Seelsorgebrief für den Monat Juli befasst sich Stammapostel
Wilhelm Leber mit Sorgen der Geschwister, die wie er schreibt in
letzter Zeit häufiger an ihn herangekommen sind.
Es geht um die Sorge, was
passiert mit meinen Lieben die der Kirche den Rücken gekehrt
haben? Die Geschwister schreiben, dass sie sich aus diesem Grund
nicht richtig auf den Tag der Wiederkunft Christi freuen
könnten. Es gibt viele Fragen, die sich aus der Lehre ergeben,
dass Jesus nur die mitnehmen wird die in Treue zur
neuapostolischen Kirche stehen.
Der Stammapostel sagt dazu:
„Ich nehme diese Empfindungen sehr ernst. Ich kann die
Problematik auch nicht wegdiskutieren. Aber ich möchte auf ein
Pauluswort hinweisen, welches ansatzweise Trost und Hoffnung für
solche Fälle beinhaltet. Im 1. Korinther 7,12 ff. geht Paulus
auf Mischehen zwischen Gläubigen und Ungläubigen ein und sagt in
Vers 14: "Denn der ungläubige Mann
ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist
geheiligt durch den gläubigen Mann." Das bedeutet,
dass auch eine solche Ehe unter dem Segen Gottes steht und der
ungläubige Partner sozusagen an dem Segen Gottes teilhat. Kann
man das nicht auch in gewissem Grad auf die oben angesprochenen
heutigen Verhältnisse anwenden? Wenn erwachsene Kinder oder der
Ehepartner im Glauben eigene Wege gehen, so haben sie dennoch
Anteil an dem göttlichen Segen, der seinen Grund in dem treuen
Teil der Familie hat. Und göttlicher Segen hat immer Bestand.
Gewiss kann man nicht sagen, dass solche Geschwister am Tag des
Herrn einfach mit angenommen werden. Wenn sie sich in
Eigenverantwortung vom Herrn losgesagt haben, dann müssen sie
auch unter die Folgen kommen. Aber ich kann doch glauben, dass
unser himmlischer Vater auch solchen noch eine Tür zur Hilfe
öffnen kann. Der Segen des Herrn wird sie weiter begleiten; sie
sind geheiligt um ihrer gläubigen und treuen Familienangehörigen
willen.“
Er wolle mit diesen
Bemerkungen die Angst vor einer Trennung am Tag des Herrn nehmen
und sagt weiter, der Herrn würde auch solche, die an seinem Tag
nicht dabei sind, nicht völlig verstoßen.
Das Statement des
Stammapostels macht deutlich, dass er bemüht ist Wege
aufzuzeigen, die deutlich mehr Farben und Nuancierungen
beinhalten als die früher so üblichen schwarz-weiß Zeichnungen.
Es lässt doch hoffen.
Bp 2005-07-12 (hw)
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