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 Uster = Hoffnung – Osnabrück = Enttäuschung

Der Gottesdienst mit Stammapostel Leber vom 26.11. polarisierte und machte alle Hoffnungen auf eine Öffnung der NAK zunichte.  Die Exklusivität der neuapostolischen Kirche wurde nicht nur wieder unterstrichen sondern glich einem Rückfall in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Mit der Lehre Jesu Christi ist das nicht zu vereinbaren.

Ich wurde an die Begebenheit erinnert, als sich die Jünger Jesu stritten, wer wohl der Größte unter ihnen sei. So musste man empfinden, als der Stammapostel die absolute Notwendigkeit des Apostelamtes der NAK herausstrich um in Verbindung mit Gott zu kommen. Auch die absolute Verfügungsgewalt über den Heiligen Geist durch die Apostel der NAK wurde klar und deutlich herausgestellt. Ebenso sei Sündenvergebung nur in der NAK zu erlangen. Zu diesen Tatsachen sei nichts dazu zu tun und nichts davon weg zu tun. Um bei dem Beispiel der Jünger Jesu zu bleiben: Hier hat ein „Jünger Jesu“ versucht sich als der Größte aufzuspielen. Jesus Christus hatte darauf eine ganz klare Antwort: Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.“ (Matth. 23,11-12)

Es ist einfach kindisch die überzogene und durch nichts gerechtfertigte Exklusivität mit aller Kraft festhalten zu wollen. Die Folge dieser nicht von der Lehre Jesu gedeckten Auffassung, ist überall als Abwendung von der NAK sichtbar. Jesus lehrte, allen Menschen zu helfen und alle gleich Wert zu achten. Der Heide (Hauptmann von Kapernaum), der Schächer (Verbrecher), oder die große Sünderin (Ehebrecherin), wurden von ihm genauso angenommen wie die Juden seiner Umgebung. Er machte keinen Unterschied zwischen den Menschen die sich ihm anvertrauten.

Ich habe kein Problem, die Apostel und Amtsträger der NAK zu akzeptieren und zu achten, aber ich habe ein Problem damit, andere Menschen vom göttlichen Heil auszuschließen. Daher ist meine Bitte: Lasst doch alle Aussagen die nach Exklusivität „riechen“ und gebt allein Gott die Entscheidung in die Hand welche Menschen er annimmt und welchen er sich durch seinen Geist offenbart.  

Auch der Heilige Geist (Gottes Geist) wurde nach Zeugnissen der Bibel auf unterschiedliche Weise empfangen und wirkte göttliche Gedanken. Zu keiner Zeit hat Gott die Verfügungsgewalt über seinen Geist, Menschen oder Institutionen anvertraut. Das macht er immer noch selbst.

Beim Hinweis von Stammapostel Leber auf das Wort Jesu aus Joh. 14,3 hat er den Fehler gemacht etwas davon weg zu tun. Es heißt dort nämlich seit Luther bis zur Übersetzung 1984 folgendermaßen: „Und er sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet an Gott und glaubet an mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass ihr seid, wo ich bin.“ (Joh. 14, 1-3)

Man kann nicht die „vielen Wohnungen“ unterschlagen und auch nicht den Bindesatz „Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: außer Acht lassen. In der Übersetzung von 1984 heißt es dann: Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt:“ Dieser Satz setzt den 3 Vers in ein ganz anderes Licht als er immer von der Kirchenleitung vermittelt wird.

Ich befürchte, dass die Spaltung der Kirche bzw. die Verabschiedung der wirklich Suchenden nur noch eine Frage der Zeit ist.

Eigentlich ist das sehr Schade!!!

BP 2006-11-29(hw)

 

 

 

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