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Die NAK - Gottes Werk?

In jedem Gottesdienst wird uns mehrfach suggeriert, dass die NAK (Neuapostolische Kirche) das Werk Gottes ist. Ebenso eindringlich weisen alle Prediger bis zum Stammapostel immer wieder darauf hin, dass das Apostelamt heilsnotwendig ist und nur durch die Apostel Sünden vergeben werden und die Gläubigen in die Verbindung mit Gott und Jesus Christus kommen können.

Jeder, der sich nicht innerhalb der NAK befindet, hat also nur noch die Möglichkeit am Tag des Jüngsten Gerichts auf die göttliche Gnade zu hoffen. Das wurde auch durch die „Abfallpredigt“ in Wuppertal deutlich verkündigt.

Wenn man den Wahrheitsgehalt der Behauptung „Die NAK ist Gottes Werk“ überprüfen will, sollte man sich die Frage stellen: „Was ist uns über Gottes Werke bekannt?“

Gottes Werke

Gott schuf die Schöpfung  Und siehe sie war sehr gut. Selbst nachdem wir Menschen alles versucht haben die göttliche Schöpfung zu beschädigen, ist sie immer noch sehr gut und wunderschön.

Gott sandte seinen Sohn, um uns von unseren Sünden zu erlösen Die Liebe des Vaters zu seinem Sohn war grenzenlos und dennoch liebten beide die Menschen, die in Sünde gefallen waren und sich von Gott abgewandt hatten, so sehr, dass er Jesus Christus als Mensch auf diese Erde sandte mit dem Ziel, ein für uns unverständliches Opfer zu bringen, damit unser Weg zu Gott wieder offen wurde. Alles geschah aus Liebe!

Jesus Christus begegnete den Menschen in großer Liebe Die Evangelien berichten über das Leben Jesus und wie er allen Menschen in Liebe zugewandt war. Er machte keinen Unterschied und begegnete auch sehr sündigen und verachteten Menschen mit seiner göttlichen Liebe und Zuneigung. Von ihm sind uns Worte des Verstehens, der Vergebung und der Zuneigung übermittelt.

Jesus trachtete nicht nach Macht, Anerkennung, Ruhm und Ehre Er rügte vielmehr, dass die Pharisäer sich gern grüßen ließen und immer am Kopf des Tisches sitzen wollten. Er forderte seine Jünger auf nicht 7-mal, sondern 7 mal 70 mal zu vergeben. Er setzte Maßstäbe in seiner Lehre und forderte seine Jünger auf, allen zu dienen. Wer unter euch der Größte sein will der soll Allermanns Diener sein.

Die Apostel der urchristlichen Gemeinde stellten nie ihre Person oder ihr Amt in den Vordergrund, sondern gaben allein Jesus Christus und Gott die Ehre.

Diese Betrachtung lässt sich noch beliebig fortführen.

Werke der NAK

Die Lehre der NAK  Ständig neue „Schärfungen“ haben die Lehre der NAK nicht deckungsgleich mit der Lehre Jesu Christi, sondern die Differenzen zur Lehre Jesu deutlicher, gemacht. Ein Schöpfen aus dem Heiligen Geist ist immer weniger zu spüren. Jesus Christus ist längst nicht mehr Mittelpunkt der Lehre sondern dient eventuell noch als „Feigenblatt“. Mittelpunkt der Lehre ist das Apostelamt, der Stammapostel und die Heilsnotwendigkeit des Apostelamtes.

Die Apostel begegnen nicht allen Menschen in Liebe aber sie fordern unbedingte Nachfolge. Aber nicht die Nachfolge Christi, sondern Nachfolge den Apostel und den ihnen treu ergebenen Amtsträgern.

Sie trachten nach Macht, Anerkennung, Ruhm und Ehre und nehmen sie gern an. Dabei gebührt sie doch allein dem Herrn Jesus Christus und Gott unserem Vater. Sie nutzen alle Möglichkeiten um auch mit Lügen und Halbwahrheiten die „Gottes Kinder“ zu beeinflussen. (siehe 04.12.2007) Wenn dann bei einigen die Erkenntnis wächst, dass da was nicht in Ordnung ist und sie sich richtiger Weise von dieser Beeinflussung abwenden, dann werden sie öffentlich „hingerichtet“ wie im Gottesdienst am 30.03. Aber wieder wird das Abwenden von der NAK mit der Abwendung Gott gegenüber gleichgesetzt.

Sie wollen die Größten sein, aber sie sind nicht Allermanns Diener!

 Wir sind ja alle als Menschen fehlerhaft, davon sind selbstverständlich auch der Stammapostel und die Apostel nicht ausgeschlossen. Ebenso ist jede Kirche mit Schwächen und Fehlern behaftet. Aber keine andere Kirche behauptet auch von sich, dass sie „Gottes Werk“ sei. Aber wenn ich mich als Mensch berufen fühle, ein Werkzeug in Gottes Hand zu sein, dann kann ich keine Lüge, keine Halbwahrheiten und Geschichtsklitterungen verbreiten.

Gottes Werk ist nicht mit menschlichen Fehlern behaftet!

 Daher kann die NAK nicht Gottes Werk sein.

Am 08.01.2008 schrieb ich dem Stammapostel meine Empfindungen zum Infoabend vom 04.12.07 und kam in diesem Brief zu der obigen  Erkenntnis. In seiner Antwort drückte er sein Bedauern aus, dass mich das verletzt habe aber zu meiner Feststellung, dass die NAK nicht Gottes Werk sein kann äußerte er sich mit keiner Silbe. Hat er dagegen keine Argumente? Ist es unter seiner Würde darauf zu antworten? Auf meine Aussage, wenn er seine Familie nicht belasten wolle hätte er das Thema besser seinem Nachfolger überlassen sollen, antwortete er. Dieses Thema habe für ihn keine Rolle gespielt, er fühle sich persönlich der Wahrheit verpflichtet.

Dann müsste aber auch die Wahrheit verkündigt werden.

BP 2008-04-07 hw

 

 

 

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