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 45 Jahre später

Vor 45 Jahren am 06. Juli 1960 sprach Gott ein Machtwort, Stammapostel J.G. Bischoff wurde von IHM in die Ewigkeit abgerufen. ER gab damit eindeutig zu verstehen, dass die vom Stammapostel Bischoff gelehrte „Botschaft“ nicht von IHM unterstützt wurde. 

Dieses Dogma, das soviel Unruhe und Streit in die Neuapostolische Kirche gebracht hatte, brach in sich zusammen.  Die Botschaft, dass der Herr zur Lebzeit des Stammapostels J.G. Bischoff kommen würde, hatte in den letzten 9 Jahren den Glauben und die Lehre der neuapostolischen Christen entscheidend geprägt. Jetzt war plötzlich nichts mehr so wie vorher. In der Rat- und Sprachlosigkeit der ersten Tage wurden viele Fragen nach dem warum gestellt.

Die neue Führung unter Stammapostel Walter Schmidt gab die Erklärung: „ Der Herr hat seinen Willen geändert!“ Das haben die meisten von uns als Antwort akzeptiert, denn es lenkte doch den Blick von der fehlerhaften Aussage der Botschaft und unserem naiven Glauben, auf den unfassbaren und unberechenbaren Gott. Die Fragen, ob wir nicht zu blauäugig geglaubt und gehofft hatten, brauchten wir uns dadurch nicht mehr zu stellen. Die hehre Gestalt des Stammapostels J.G. Bischoff blieb zunächst ohne Kratzer. Einen Schritt auf die zuzumachen, die mit Schimpf und Schande aus der Kirche ausgestoßen wurden konnten wir uns vermeintlich sparen.  

Wir blieben also in der so gewohnten Spur, getreu dem Motto von Stammapostel Bischoff „… unbekümmert ob am Kiel Lob und Tadel hoch aufspritzen.“  

Was für eine Ignoranz, was für eine Blindheit !!! 

In den letzten Jahren wurden, bedingt durch die besonderen Kommunikationsmöglichkeiten, viele neue Erkenntnisse, über die dunkelste Phase der Neuapostolischen Kirche, aufgeschlossen.  

Heute darf ich sagen: „Liebe Brüder und Schwestern, auch in den damals ausgeschlossenen Gemeinden, verzeiht mir das ich nicht schon damals Partei ergriffen habe. Ich war 1960 zwar erst 14 Jahre alt aber ich bedauere es heute zutiefst, dass ich nicht alles getan habe um dieses Drama zu verhindern“. Leider kann ich auch heute noch nicht auf eine klare Aussage der Kirche verweisen. Aber nehmt bitte meine Entschuldigung als kleines Licht mit auf dem Weg.  

Lasst uns in Zukunft danach leben und handeln: „Nie wieder etwas zu glauben, was nicht mit der biblischen Wahrheit übereinstimmt!“ Wir sind es unserem Gott und Jesus Christus schuldig. 

bp-2005-07-06  (hw)

 

 

 

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