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Das Internetmagazin Glaubenskultur berichtete
am 21.06.2005 über eine ökumenische Trauung die in der
evangelischer Versöhnungskirche in Overath unter Beteiligung des
Vorstehers der Gemeinde Kürten, Wolfgang Dick stattfand.
Im Gemeindebrief der Gemeinde Kürten von Juni
2005 ist die Trauung mit Fotos beschrieben. Pfarrer Büscher und
Hirte Dick haben jeweils eine "..kurze zu Herzen gehende
Predigt" gehalten. Pfarrer Büscher stellte seine Predigt unter
das Wort aus Hebräer 10,24 und Hirte Dick predigte über
Philipper 2,3. Der Chor der Gemeinde Overath bereicherte die
Trauung durch seinen Gesang. Danach spendeten beide Geistliche
dem Brautpaar den Segen zu ihrem Ehebund.
Nun wurde dem Hirten Dick von der
Kirchenleitung deutlich gemacht, "... dass er in der Sache zu
weit gegangen sei." berichtete Glaubenskultur am 22.06.2005.
Es ist schon seltsam; auf der einen Seite
erklärt man, dass auf andere Zugehen angesagt ist, auf der
anderen Seite soll sich niemand anmaßen das auch zu tun. So
könnte man den Zick-Zack Kurs der Kirche interpretieren. Da
schreibt Stammapostel Fehr zur Wahl von Papst Benedikt XVI.
"...ich wünsche Ihnen zu Ihrer hohen
Aufgabe Gottes Hilfe und die Kraft, den Weg unbeirrt zu gehen
zum Wohl der Kirche und ihrer Gläubigen. Wir neuapostolische
Christen schließen Sie in unsere Gebete ein." Dem
Seelsorger vor Ort wird aber vorgeworfen er sei zu weit gegangen
weil er dem Wunsch eines Brautpaares, für den Segen Gottes
gemeinsam mit einem anderen Geistlichen, entsprochen habe. Der
Pressesprecher des Stammapostels, Bez. Evangelist Johanning,
sagte dem Magazin Glaubenskultur, es sei ein Grußwort außerhalb
der Liturgie und die Beteiligung des Gemeindechores
abgesprochen gewesen. Das ist halbherzig und inkonsequent.
Die Kirche sollte endlich eine klare
Entscheidung für oder gegen Ökumene treffen; denn Ökumene wird
nicht in Rom oder Zürich gelebt sondern vor Ort in einer jeden
Gemeinde. Wenn es diesbezüglich keine Kompetenzen für die
örtlichen Gemeindevorsteher gibt werden immer wieder goldene
Gelegenheiten verpasst, Gemeinsamkeiten mit anderen Christen zu
entdecken.
Es gibt in unserer Kirche wenig solcher
mutigen Amtsträger, wie den Hirten Dick, die den Augenblick
nutzen, um Ökumene vor Ort zu gestalten.
bp 2005-06-22 (hw)
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